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Life einen Farmaufbau mitverfolgen
Tagebuch
Das Tagebuch wird wöchentlich aktualisiert. Ziel des Tagebuches ist es, jedem Interessierten einen
realistischen Einblick in den Aufbau einer neuen Existenz in Russland zu geben.
Wir wollen Mut machen den Schritt in eine neue Existenz zu wagen, aber auch helfen Fehler zu vermeiden.
Vierte Woche Februar 2006
Wer als Firma sein Bankkonto wechseln möchte darf sich auch bei Privatbanken in Russland auf einen administrativen
Aufwand freuen. Handelsregisterauszüge dürfen von einheimischen Banken nur drei Monate lang akzeptiert werden, dann
gilt es einen Neuen zu besorgen. So ist garantiert, das Studenten und anderen Dienstleistern nie die Arbeit ausgeht.
Betreibt ein Staat sinnlosen administrativen Aufwand ist dies noch verständlich, auch Beamte brauchen arbeit. Bei Privatbanken
hört der Spass allerdings auf und die Sinnlosigkeit fängt an. Für die WTO sind die Banken noch lange nicht Fit.
Dritte Woche Februar 2006
Zeit für ein neues Jahresvisum. Drei Wochen dauert es bis die Einladung für das Visum vorliegt. Man kann auch die Aufenthaltsbewilligung
machen, allerdings ist diese mit grossen Schikanen verbunden, den es wird nicht zwischen Europäern und Menschen aus der dritten Welt unterschieden.
So ist ein Jahresvisum zwar teurer aber angenehmer. Ansonsten ist es zur Zeit nicht möglich mit den Renovationsarbeiten auf der Farm zu beginnen, es liegt
12 cm Neuschnee.
Zweite Woche Februar 2006
Internetshops gibt es in Moskau wie Sand am Meer. Allerdings bedeutet dies noch nicht, dass man
bequem und einfach per Internet bestellen kann. Da gibt es die Ware im Katalog aber nach der
Bestellung wird man angerufen, mit der Bitte die Ware doch im Laden zu kaufen. Im Lager
ist die Ware nicht zu finden. Beim nächsten Shop kann man nur mit Explorer bestellen, wer
Firefox als Browser bevorzugt hat pech. Noch viel komplizierter können sich die Banken
gebärden. Wer in seinem Pass zwei Vornamen hat, dessen Konto wird auch entsprechend eröffnet und
wehe dem, der nun sein Geld wie üblich auf Vornamen und Nachnamen transferiert. Das Geld wird
einfach zurück gesendet. Egal wie selten der Familienname auch vorkommen mag. Wer zwei Vornamen
im Pass besitzt, dem wird auch nur mit zwei Vornamen das Geld gut geschrieben. Um das Verfahren noch
zu erschweren hat man auch nicht einfach eine Kontonummer für alle Währungen, sondern
jede Währung lautet für den gleichen Besitzer auf eine andere Kontonummer. Damit das Ganze
aber richtig spannend wird, sind diese Kontonummern auch noch 20 Stellig...also langweilig kann es einem
in Russland nie werden.
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